Buchrezension: Beck’sches Mandatshandbuch IT-Recht

Mit dem Mandatshandbuch IT-Recht legt der Verlag C.H.Beck ein neues, umfassendes Werk zum IT-Recht vor. Das Buch behandelt schwerpunktmäßig das klassische IT-Vertragsrecht sowie Internetrecht und E-Commerce. Aber auch alle anderen Themen werden in Ihrer Verbindung zum IT-Recht umfassend behandelt: u.a. Datenschutz, Compliance und IT-Sicherheit, TK-, Urheber-, Vergabe-, Strafrecht und IPR. Abgerundet wird das Buch durch Kapitel zur Forensik, (außer-) gerichtlicher Streitbeilegung sowie technischen Grundlagen und einem technischen Glossar.

Alle Texte enthalten auch Checklisten, Praxishinweise, Formulierungsvorschläge und natürlich umfangreiche Verweisungen auf weitere Literatur, die bei der Mandatsbearbeitung hilfreich sein können. Beispielhaft das Kapitel „Standardklauseln“ (§ 11): Der erste Teil erläutert die Grundregeln des AGB-Rechts mit IT-rechtlichen Besonderheiten (z.B. zu Lizenzbedingungen der Hersteller). Der zweite Teil erläutert die in den verschiedenen IT-Verträgen praxisrelevanten Standardklauseln, z.B. zum Mängelrecht, Mitwirkungspflichten des Kunden und Besonderheiten bei Softwaremiete.

Aufgrund der Vielzahl der Bearbeiter und Kapitel bleibt es dabei nicht aus, dass einzelne Informationen sich überschneiden (z.B. erscheint die Abgrenzung der §§ 651 und 633 BGB aufgrund der Vielzahl der betreffenden Stellen (§ 3 Rn. 24 ff., Rn. 42 ff., § 5 Rn. 22 ff., § 8 Rn. 10 ff., § 24 Rn. 1 ff.) als komplizierter, als sie eigentlich ist). Auch kommen, trotz des Gesamtumfangs, manche Bereiche (z.B. das Domainrecht) etwas zu kurz. Der größte Kritikpunkt ist jedoch nicht-inhaltlicher Art: Das sehr dünne, durchsichtige Papier erschwert die Lesbarkeit und Haptik.

Alle Autoren, wie auch die Herausgeberinnen, die selbst einige Kapitel beigetragen haben, sind erfahrene Praktiker im IT-Recht, Dozenten in den Fachanwaltslehrgängen und durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen an der Rechtsfortbildung im IT-Recht maßgeblich beteiligt. Dabei finden sich neben Anwälten auch vier IT-Sachverständige.

Fazit: Mit dem „Mandatshandbuch“ liegt ein beeindruckendes, umfangreiches Werk vor, welches alle relevanten Bereiche des IT-Rechts abdeckt. Die Entstehung aus den Fachanwaltskursen ist diesem, insbesondere durch den didaktischen Aufbau, deutlich anzumerken. Es ist für erfahrene IT-Rechtler ebenso empfehlenswert wie für Anwälte, die solche Mandate unregelmäßig betreuen.

Beck’sches Mandatshandbuch IT-Recht

Auer-Reinsdorff/Conrad (Hrsg.)

1. Aufl. 2011, 1976 S., 199,00 EUR

Verlag C.H. Beck

Anmerkung: Diese Rezension erschien in der Ausgabe 02/2012 der „AdVoice“, dem Magazin des Forums Junge Anwaltschaft.

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2011er-Jahrgangspräsentation von Balthasar Ress (Mai 2012)

Am Samstag bei der Jahrgangspräsentation von Balthasar Ress in Hattenheim getestet:

Guts- und Ortsweine:
• 2011 Rheingau Riesling trocken: Solider Trinkwein, leicht bitter;
• 2011 Rüdesheimer Riesling Kabniett trocken: braucht wohl noch etwas Zeit, bislang recht flach mit leichter Süße;
• 2011 Schloss Reichhartshausen Riesling Kabinett feinherb: sehr lecker! Süßlich, frisch und vor allem schön fruchtig.

Sekte:
• 2009 „Von unserm“ Rheingau Riesling Sekt brut: sehr lecker, trocken und herb;
• 2009 „Von unserm Z“ Rheingau Riesling Sekt „zero dosage“: Sehr spannender Sekt, aber mir in seiner Trockenheit schon zu heftig.

Rotweine:
• 2010 „Von unserm“ Rheingau Pinot Noir trocken: guter Wein, etwas säuerlich-deutsch;
• 2009 Assmannhäuser Höllenberg Pinot Noir trocken: Top Wein, Groß, vielschichtig und gut.

Klassifizierte Lage:
• 2011 Hattenheimer Schützenhaus Kabinett: Super Wein! Luftig-süß, aber zugleich eine dezente Frische und viel Spiel. Für den Preis ein echtes Schnäppchen.

Erste Lagen (alle 2011):
• Hattenheim Engelmannsberg Riesling trocken: sanft und ausgewogen, Spuren von Bitterkeit und Süße;
• Hattenheim Nussbrunnen Riesling trocken: Mit bislang noch zu flach und langweilig, ich nehme an, dass er noch etwas Zeit braucht um sich zu entwickeln; eigentlich ja eine hervorragende Lage;
• Rüdesheim Berg Rottland Riesling trocken: Genialer Wein! Für mich nicht definierbare diverse Nuancen, sehr vielschichtig und ausgesprochen lecker;
• Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling trocken: Sehr guter Wein, schönes Spiel aus Süße und Bitterkeit (trocken ist er im Geschmack aber wahrlich nicht);
• Hattenheim Nussbrunnen Riesling Spätlese: Sehr lecker, mit ausgewogener Süße. An den folgenden Wein kommt er aber nicht ran:
• Rüdesheim Berg Rottland Riesling Auslese: Genialer Wein, schon im Duft wunderbar und mit einer dezenten, ausgewogenen und nicht übertriebenen Süße; viele Nuancen. Ausgezeichnet!
• RESSpekt Rheingau Riesling: Mit 60 € / Flasche der teuerste unter den Weinen (außerhalb der Edelsüßen), mit besonderem Aufwand gemacht. Nach den paar Schlücken (zudem die Geschmacksnerven schon recht angestrengt waren…) habe ich den Wein noch nicht richtig verstanden. Sicherlich ein ausgezeichneter Riesling, aber die 60€ habe ich nicht rausgeschmeckt („Muss man auch nicht“, Dirk Würtz).

Raritäten:
• 2006 Rüdesheim Berg Rottland Riesling Erstes Gewächs: Versprach vom Geruch (deutlich süß) mehr, als im Geschmack, da war er deutlich trockener, aber auch vielschichtiger. Kein Wein für eine Präsentation, sondern bei mehr Ruhe, um alle Nuancen entdecken zu können;
• 2001 Hattenheim Nussbrunnen Riesling trocken: Sehr gut, die Jahre bekamen ihm ausgezeichnet;
• 2011 Hattenheim Wisselbrunnen Riesling Auslese: Sehr gut mit viel Spiel. Aber verblasst vor diesem:
• 2009 Rüdesheim Berg Rottland Riesling Spätlese: Ein echter Hammer-Wein, sehr süß, aber nicht übertrieben, angenehmer und runder Geschmack und viele Nuancen. Zum reinlegen.

„Wine in Tubes“ – die Edelsüßen in praktischen 0,1 l Fläschchen
• 2007 Hattenheim Nussbrunnen Rheingau Riesling Auslese (6,50€): sehr lecker, nicht übertrieben süß und nuancenreich;
• 1999 Oestricher Doosberg Rheingau Riesling Beerenauslese (20€): Süß, Das Alter kommt beeindruckend zur Geltung;
• 2002 Rüdesheim Berg Rottland Rheingau Riesling Trockenbeerenauslese (59€): Wow, ein echter Hammer und wie TBAs halt so sind: Pappsüß.

Also eine sehr gelungene Präsentation eines spannenden neuen Jahrganges, dessen Weine über die Jahre sich noch aufregender entfalten werden. Während ich bei Ress bislang vor allem den Nussbrunnen schätzte, begeisterte dieses Jahr der Berg Rottland mit herausragenden Weinen.

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Noch ein Blog – Willkommen!

Bei zuletzt neu eröffneten Juristischen Blogs (Blawgs) liest mal im ersten Beitrag oft eine Antwort auf die Frage „Warum noch ein Blog?“, und die Antwort, dass man eben auch etwas zu sagen habe, klingt fast entschuldigend.

Von mir daher auf das „Warum?“ die simple Antwort: Weil ich Lust dazu habe!

Ich berichte hier über aktuelle Neuigkeiten in den Bereichen IT-Recht/Onlinerecht, Datenschutzrecht, gewerblicher Rechtsschutz (insbes. Markenrecht) sowie Gründungsberatung. Schwerpunkt liegt auf über die schlichte Meldung hinausgehende tiefergreifende Informationen zu aktuellen Thematiken.

Das Blog beschränkt sich nicht auf juristische Beiträge, sondern wird auch Themen und Bereiche behandeln, in denen meine Mandantschaft tätig ist.

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